Härtegrad Wasser

Wenn von weichem oder hartem Wasser gesprochen wird, ist damit nicht gemeint, dass die verschiedenen Wasser sich unterschiedlich anfühlen. Hartes Wasser fühlt sich nicht anders an als weiches Wasser. Die Bezeichnung „hart“ erhält Wasser, wenn es bestimmte Mineralien enthält.

Die Wasserhärte gilt als Maß für die Konzentration von Mineralien im Wasser. Je mehr Kalzium- und Magnesiumverbindungen in unserem Trinkwasser gelöst sind, desto härter ist das Wasser. Im Gegensatz dazu spricht man von weichem Wasser, wenn wenig Kalzium und Magnesium im Wasser enthalten sind.

Abhängig ist die Härte des Wassers von der Zusammensetzung des Bodens in der Region. Wenn dieser viel Kalk oder Gips enthält, dann ist das Wasser hart. In Regionen, wo der Boden mehr Sandstein, Schiefer oder Granit enthält, ist das Wasser weich. Der Härtegrad des Wassers kann also von Region zu Region unterschiedlich sein.

Grundsätzlich ist hartes Wasser gesund, denn es enthält lebenswichtige Mineralien. Kalzium beispielsweise ist gut für Knochen und Zähne, außerdem ist es unentbehrlich für die Blutgerinnung. Magnesium ist sehr gut für die Nerven, unterstützt die Muskeltätigkeit, schützt Arterien und beugt gegen Herzinfarkt vor.

Die Nachteile von hartem Wasser sind Kalkablagerungen auf dem Geschirr und den Badarmaturen. Des Weiteren kann sich der Kalk im harten Wasser in Haushaltsgeräten wie Kaffeemaschinen und Waschmaschinen ablagern. Dies kann zu Funktionsbeinträchtigungen oder sogar völligen Funkionsunfähigkeit der Geräte führen.

Der Härtegrad von Wasser wird in den einzelnen Ländern unterschiedlich gemessen. In Deutschland wird die Wasserhärte in Millimol/Liter angegeben und laut Wasch- und Reinigungsmittelgesetz in die Härtebereiche weich, mittel und hart eingeteilt: Weiches Wasser enthält weniger als 1,5 mmol Kalziumkarbonat/Liter. Mittelhartes Wasser enthält zwischen 1,5 bis 2,5 mmol Kalziumkarbonat/Liter. Enthält Wasser mehr als 2,5 mmol Kalziumkarbonat/Liter, dann ist es hart.